Sie wollen Ihre eigene Webseite? Privat oder für Ihr Unternehmen? Sie wollen Ihre Inhalte selbst pflegen und aktualisieren? Dann ist WordPress genau das richtige für Sie. WordPress ist ein kostenfreies CMS (Content-Management-System) welches am meisten eingesetzt wird. Über 60% aller Webseiten mit CMS bauen auf WordPress auf. Wie Sie WordPress aber selbst installieren, und was Sie dafür benötigen, erfahren Sie in dieser Anleitung. Wir leiten Sie Schritt für Schritt durch den Installationsprozess, damit dieser auch sicher klappt.

1.     Webspace und Domain

Um WordPress zu installieren benötigen Sie zunächst einen Webspace und eine Domain. Den Webspace können Sie bspw. bei einem Anbieter wie all-inkl.com buchen. Dieser Webspace benötigt ein eigenes Verzeichnis auf dem Server. In der Regel wird dieses bei der Erstellung direkt mit angelegt. Die Domain muss dann auf genau dieses Verzeichnis verweisen.

Mit der Domain kann die Webseite dann über das Internet erreicht werden. Auch Subdomains sind möglich. Die Einrichtung der Domain benötigt oft einige Stunden, manchmal auch Tage. Das liegt daran, dass diese erst bei der jeweiligen Registrierungsstelle angelegt werden muss und alle Nameserver aktualisiert werden müssen. Bekommen Sie also eine Fehlermeldung angezeigt wenn Sie die Domain mit Ihrem Browser aufrufgen, dass die Domain nicht gefunden wurde, warten Sie noch ein wenig ab. Schritte 2 und 3 können Sie allerdings schon vorbereiten.

2.     MySQL-Datenbank

Außerdem wird für die Installation von WordPress eine Datenbank benötigt. Diese Datenbank können Sie direkt bei Ihrem Webhoster erstellen. Notieren Sie sich den Datenbanknamen, -benutzer und das Passwort. Die Daten benötigen wir später noch. In der Datenbank werden alle Inhalte, bis auf Dateien gespeichert. Wenn Sie also einen Blog-Beitrag erstellen, werden die Texte, Links und andere Daten alle in der Datenbank gespeichert.

3.     WordPress herunterladen und wp-config.php bearbeiten

Die Installationsdateien für WordPress können auf https://de.wordpress.org/txt-download/ heruntergeladen werden. Sollte WordPress in der Englischen Version benötigt werden, finden Sie den Download unter https://wordpress.org/download/ . Speichern Sie die Dateien auf Ihrem Computer. Danach entpacken Sie das zip-Archiv. Unter den entpackten Dateien finden sie eine wp-config-sample.php. Öffnen Sie diese Datei mit einem Texteditor Ihrer Wahl (bspw. Windows Editor, Notepad++, Sublime, …). Achtung: Word oder OpenOffice sind keine reinen Texteditoren! Nun müssen Sie einige Daten anpassen. Hierfür benötigen wir die Zugangsdaten zur Datenbank, die wir beim Webhoster angelegt haben. Editieren Sie folgende Zeilen:

define(‚DB_NAME‘, ‚datenbankname_hier_einfuegen‘);

define(‚DB_USER‘, ‚benutzername_hier_einfuegen‘);

define(‚DB_PASSWORD‘, ‚passwort_hier_einfuegen‘);

define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‘);

Der DB_HOST kann meist unverändert bleiben, sofern die Datenbank auf dem gleichen Server wie die Dateien liegt.

Außerdem sollten Sie ein eigenes Datenbank-Präfix vergeben. Hier können Sie selbst eines aussuchen. Ersetzen Sie hierfür ‚wp_’ in folgender Zeile durch bspw. ‚testWP_’:

$table_prefix  = ‚wp_‘;

Um die Sicherheit Ihrer WordPress Installation zu gewährleisten müssen auch noch folgende Zeilen ersetzt werden:

define(‚AUTH_KEY‘,         ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚SECURE_AUTH_KEY‘,  ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚LOGGED_IN_KEY‘,    ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚NONCE_KEY‘,        ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚AUTH_SALT‘,        ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚LOGGED_IN_SALT‘,   ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

define(‚NONCE_SALT‘,       ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

Die Sicherheitsschlüssel können unter https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ generiert werden.

Nun speichern Sie die Datei im gleichen Verzeichnis unter wp-config.php ab (ohne ‚sample’).

4.     WordPress Dateien hochladen

Die größten Schritte sind bereits getan. Nun müssen Sie die Installationsdateien, inklusive der zuvor gespeicherten wp-config.php in das Verzeichnis des Servers, worauf die Domain zeigt, hochgeladen werden. Das Verzeichnis heißt meist www, public oder html. Loggen Sie sich mit einem FTP-Programm (bspw. Filezilla) mit den Zugangsdaten zum FTP-Server ein. Die Zugangsdaten (Server, Benutzername, Passwort) bekommen Sie ebenfalls vom Webhoster. Diese tragen Sie in Ihrem FTP-Programm ein und verbinden sich mit dem Server. Laden Sie nun alle Dateien und Ordner hoch. Je nach Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung kann das einige Minuten dauern.

5.     WordPress installieren

Sind alle Dateien hochgeladen muss abschließend WordPress auf dem Server installiert werden. Hierzu rufen Sie Ihre Domain mit dem Web-Browser auf. Sofern Sie alles richtiggemacht haben, werden Sie von WordPress mit Installationsanweisungen begrüßt. Sie müssen nun nur noch ein paar Angaben machen, und schon können Sie sich das erste mal auf Ihrer eigenen Webseite einloggen.

 

wordpress installieren

 

Geben Sie hier Ihre gewünschten Daten ein. Wählen Sie als Benutzernamen bitte nicht „Admin“ oder „Administrator“ um es potentiellen Hackern schwerer zu machen. Außerdem sollte ein sicheres Passwort verwendet werden. Notieren Sie sich dieses Passwort. Sie benötigen es gleich noch für den Login. Unter E-Mail-Adresse tragen Sie Ihre E-Mail ein. Achtung: Diese sollte korrekt sein, und auch von Ihnen abgerufen werden. WordPress schickt Ihnen hierauf immer wieder Mails, bspw. wenn neue Kommentare auf Freischaltung warten.

Haben Sie alle Daten eingetragen, klicken Sie auf „WordPress installieren“. Im nächsten Fenster können Sie sich nach erfolgter Installation einloggen. Verwenden Sie hierfür die im vorherigen Schritt gewählten Daten.

Glückwunsch! Sie haben nun erfolgreich WordPress selbst installiert. Nun können Sie Ihr gewünschtes Theme aktivieren, Plugins installieren und die Webseite „mit Leben füllen“. Wir wünschen Ihnen mit Ihrer Webseite viel Spaß!

Weiterführende Links:

http://www.admirari.de – Urheber des Artikels – Mario Weber